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Erinnere dich daran, wer du wirklich bist.

Autorenbild: Beate Beer
Beate Beer
7. Aug.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Stunden


Wenn mich jemand vor ein paar Jahren gefragt hätte, wer ich wirklich bin, hätte ich darauf wahrscheinlich keine ehrliche Antwort geben können.


Ich war eigentlich mein ganzes Leben auf der Suche. Das Verrückte ist, dass ich lange Zeit nicht einmal wusste, wonach ich überhaupt suche. Von außen betrachtet war vieles gut. Ich bin Diplom-Wirtschaftsingenieurin, habe über zwanzig Jahre in internationalen Unternehmen gearbeitet, Projekte geleitet und in Südafrika, Dänemark und den USA gelebt. Ich war erfolgreich, verantwortungsbewusst und habe funktioniert. Und trotzdem war da tief in mir immer dieses Gefühl, dass etwas fehlt. Diese leise Sehnsucht, dass da noch mehr sein muss und dass ich irgendwie nicht wirklich bei mir angekommen bin.



Heute weiß ich, dass meine Suche schon viel früher begonnen hat.

Ich bin in einem Familiensystem aufgewachsen, in dem vieles da war, worüber nicht gesprochen wurde. Schon als kleines Mädchen habe ich Spannungen wahrgenommen, Stimmungen gespürt und oft sehr genau gemerkt, wenn etwas nicht stimmig war. Ich hatte ein feines Gespür für Menschen, für Energien und für das, was zwischen den Zeilen lag. Gleichzeitig habe ich aber sehr früh gelernt, meiner eigenen Wahrnehmung nicht zu vertrauen. Wenn ich etwas gefühlt habe, das niemand bestätigt hat oder dem sogar widersprochen wurde, begann ich irgendwann zu glauben, dass nicht die Situation falsch war, sondern ich.


Also habe ich gelernt, mich anzupassen, stark zu sein, Verantwortung zu übernehmen und mich an dem zu orientieren, was andere für richtig hielten. Rückblickend glaube ich, dass ich mich so Stück für Stück von mir selbst entfernt habe. Heute weiß ich, dass das gleichzeitig auch ein Schutz war. Solange ich funktionierte, musste ich nicht wirklich fühlen, was in mir war.

Doch irgendwann beginnt das Leben, uns auf das aufmerksam zu machen, was wir zu lange verdrängt haben.


Bei mir zeigte sich das in Beziehungen, beruflicher Unzufriedenheit und schließlich auch über meinen Körper. Wiederkehrende Muster, innere Unruhe und dieses deutliche Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Lange habe ich versucht, die Antworten im Außen zu finden.


In einer Zeit, in der es mir nicht gut ging, stellte mir ein Coach eine scheinbar ganz einfache Frage:

“Was bereitet dir eigentlich wirklich Freude?”

 

Und ich konnte sie nicht beantworten.

Ich brach in Tränen aus, weil mir in diesem Moment bewusst wurde, wie weit ich mich von mir selbst entfernt hatte.

Das war der Beginn meines Weges zurück zu mir.

Ich begann still zu werden, nach innen zu schauen und Verantwortung für mein eigenes Leben zu übernehmen. Ich begann zu suchen. In Büchern, Seminaren, Retreats, Coachings, Therapien und Ausbildungen. Vor allem aber begann ich, mir Fragen zu stellen, die ich mir vorher nie erlaubt hatte:

 

Wer bin ich eigentlich wirklich?

Was ist wirklich wichtig für mich?

Wer bin ich ohne meine Rollen?

Wie möchte ich wirklich leben?

Was möchte durch mich in die Welt kommen?

Und wofür bin ich überhaupt hier?

 

Mit der Zeit wurde mir klar, dass ich nicht nach Erfolg, Anerkennung oder Sicherheit gesucht hatte. Ich hatte nach mir selbst gesucht.


Die Spiritualität und die Beschäftigung mit Bewusstsein gaben mir zum ersten Mal das Gefühl, dass meine Seele schon immer wusste, was sie braucht. Ich hatte nur lange verlernt, auf sie zu hören und stattdessen versucht, über Leistung, Kontrolle und alte Muster Sicherheit zu finden.

Schließlich führte mich mein Weg zu den Familienaufstellungen.


Dort durfte ich erkennen, wie tief wir durch unsere Familiengeschichte geprägt sind und wie viel wir oft unbewusst tragen, was eigentlich gar nicht zu uns gehört. Viele unserer Eltern und Großeltern waren geprägt von Krieg, Verlust, Angst, Mangel oder emotionaler Härte. Gefühle hatten oft keinen Platz. Vieles wurde nicht verarbeitet, sondern über Generationen weitergegeben.

Als Kinder übernehmen wir diese Muster nicht bewusst. Wir passen uns an, werden stark, übernehmen Verantwortung und entwickeln Strategien, um dazuzugehören. Irgendwann wird das so vertraut, dass wir kaum noch spüren, wer wir eigentlich wirklich sind.


In den Familienaufstellungen durfte ich Dinge verstehen, die ich mein ganzes Leben gespürt, aber nie wirklich einordnen konnte. Ich konnte mich selbst und die Menschen in meiner Familie innerlich an ihren richtigen Platz stellen.


Das hat etwas in mir gelöst, das sich kaum in Worte fassen lässt.

Es war, als würde ich nach vielen Jahren aufhören zu kämpfen. Als dürfte ich zum ersten Mal einfach ich selbst sein. Das hat mich zutiefst befreit.


Heute weiß ich, dass die Erfahrungen, die uns am tiefsten verletzen, oft gleichzeitig unsere größten Lehrer sind.


Meine eigene Geschichte hat mir nicht nur Schmerz gezeigt. Sie hat mir auch ein tiefes Verständnis für Menschen geschenkt, ein feines Gespür für das, was unter der Oberfläche wirkt, und die Fähigkeit, Zusammenhänge wahrzunehmen, die oft lange verborgen bleiben.

Meine eigene Reise hat mir gezeigt, dass körperliche Beschwerden, wiederkehrende Beziehungsmuster, Erschöpfung oder das Gefühl, nicht wirklich im eigenen Leben angekommen zu sein, oft Ausdruck dessen sind, was in uns lange keinen Raum hatte. Gefühle, die nicht gefühlt wurden. Wahrheiten, die wir nicht leben konnten. Und manchmal auch Themen, Loyalitäten und Schicksale, die wir unbewusst aus unserem Familiensystem übernommen haben.


Ich glaube, dass unsere Seele immer weiß, wer wir wirklich sind. Manchmal brauchen wir nur den Mut und den Raum, uns wieder an diese Wahrheit zu erinnern.


Seit 2017 begleite ich Menschen als systemischer Coach. Heute verbinde ich systemisches Coaching, Familienaufstellungen und energetische Bewusstseinsarbeit.

Im Coaching geht es darum, Zusammenhänge zu verstehen und wieder Klarheit über den eigenen Weg zu gewinnen. Familienaufstellungen machen sichtbar, was oft über Generationen hinweg verborgen geblieben ist und bis heute in uns wirkt. Die energetische Arbeit hilft dabei, wieder in Verbindung mit unserem Körper, unserer Intuition und unserer inneren Wahrheit zu kommen.


Meine Mission ist es, diese Welt bewusster, authentischer und liebevoller zu machen.


Ich begleite Menschen dabei, sich wieder mit ihrer inneren Wahrheit zu verbinden, ihre eigene Kraft zu erinnern und den Mut zu finden, ihr Leben wirklich authentisch zu leben.

Denn ich glaube, dass wir alle hier sind, um Liebe in die Welt zu bringen. Vor allem die bedingungslose Liebe zu uns selbst.


Und vielleicht bist du nicht zufällig hier gelandet. Vielleicht gibt es auch in dir schon lange diesen Teil, der sich danach sehnt, wieder bei dir anzukommen.

Wenn dich das ruft, freue ich mich darauf, dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten.

 

Von Herzen

Beate

 


 
 
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